Ausstellung

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Die Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße eröffnete am 01. Dezember 2017 das neue Ausstellungsmodul « GEFANGEN UNTER HITLER. Politische Häftlinge im Erfurter Gefängnis 1933-1945 ». Damit widmet sie sich nun auch der Zeit des Nationalsozialismus.

Der Klinkerbau in der Andreasstraße war damals, wie die meisten Gefängnisse im »Dritten Reich«, auch ein Ort der Unterdrückung. Wer eine abweichende politische Meinung vertrat, wer als »fremdvölkisch« oder homosexuell galt, konnte hier inhaftiert werden. Allein im Erfurter Gefängnis landeten Hunderte Frauen und Männer, nur weil sie dem Weltbild der Nazis nicht entsprachen. An einige von ihnen erinnert die Gedenkstätte in ihrem neuen Ausstellungsbereich. Auch Wachleute und höhere städtische Angestellte, die Teil des Repressionsapparates waren, werden porträtiert.

Die Widerstandsgruppe um Jochen Bock war in eben jenem Gefängnis inhaftiert. Die Ausstellung befasst sich unter anderem mit ihren Biografien und bietet durch Texte und Medienstationen tiefere Eindrücke in die damaligen Geschehnisse. Zudem werden Beziehungen zu anderen Häftlingen oder Justizangestellten gezeigt.

Zu der großen Freude der Gedenkstätte waren auch Gerhard Laue und Karl Metzner bei der Ausstellungseröffung anwesend. Dank ihrer tatkräftigen Unterstützung erhielt die Ausstellung eine persönliche Note.